Archive

Okt 2020

Kunstmesse C.A.R. Contemporaray.Art.Ruhr

Am

Die Galerie ROOT auf der Kunstmesse C.A.R. Contemporary.Art.Ruhr
mit: Aruna Samivelu, Ulrike Schmelter, Ilka Schneider
Welterbe Zollverein, Gelsenkirchener Strasse 181, 45309 Essen
Halle 12, Gebäude A 12, 1. OG
Achtung: Vorherige Anmeldung für die Besucher-Timeslots!

Wir laden ein nach Essen zur Kunstmesse C.A.R – Contemporary Art Ruhr:

Die Veranstalter haben mit dem Kulturamt und der Zeche Zollverein ein Konzept zum Schutz aller Interessenten entwickelt, so dass diese Kunstmesse stattfinden kann, worüber wir uns sehr freuen.
Es gibt keine Eröffnung sondern Zeitfenster mit vorheriger Anmeldung, damit keine Wartezeiten entstehen. 
Hier noch mehr Infos zum Ablauf und zu den Tickets http://contemporaryartruhr.de/

Aruna Samivelu kommt von einer feinsinnigen Farbfeldmalerei, in der sie ihre Bilder in horizontale unterschiedlich breite Streifen unterteilte und die Farben transparent übereinander schichtete. Sowohl durch die Farbwahl als auch durch die Schichtungen erzeugte sie eine subtile Tiefe des Farbraums. So weit so gut – aber bereits vielfach erprobt. Zum Teil war jedoch die Untermalung sehr dynamisch, gegen die die Streifen im allerletzten Farbauftrag ankämpften, oder besser gesagt, diese Untermalung immer noch präsent war: Ein einzelner Streifen von rechts nach links betrachtet wies farbliche Modulationen auf. Ein auf den ersten Blick strenges Konzept ist beim zweiten Hinsehen sehr malerisch umgesetzt worden. In einem weiteren Schritt kreuzten dann Senkrechte die Waagrechten und vertieften dadurch die räumliche Wirkung. Die Bildkonzepte aber wurden erst durch einen weiteren Schritt einzigartiger, in dem sie nämlich aus der Horizontalen in verschiedene Schrägen rutschten. Ein Teil verlief parallel schräg, doch es gab Ausbrecher unter den parallelen Schrägen, was die Spannung erhöhte: Dadurch waren die Zwischenräume nicht mehr gleich groß, neue Räume taten sich auf, die Aruna Samivelu mit der Farbwahl und dem Farbverlauf in ihrer Wirkung beeinflusste und ihr Gleichgewicht zueinander auslotete. Neu zu den Farbmodulationen und den Farbschichtungen kamen nun noch scharfe und unscharfe Linien hinzu. Die schrägen Linien bringen es mit sich, dass sie sich irgendwo im Verlauf der weiter gedachten Linien in einem Punkt außerhalb des Bildes treffen und wir hier auf die Mittel der perspektivischen Raumdarstellung stoßen, vor allem wenn sich dieser Punkt innerhalb des Bildes befindet. In Aruna Samivelus neuesten Bildern fachen sich nun perspektivische Raumanmutung und Farbraumtiefe gegenseitig an und werden auf die Spitze getrieben. Sie erreicht dies nicht mehr durch unzählig aufgetragene Farbschichten, sondern durch eine klare Komposition mit scharfen Linien und durch entschieden gesetzte feine Farbmodulationen, platzierte Unschärfen oder ganz unbemalte Freiflächen. In diesen Bildern führt ein sensibler und intellektuell scharfer Geist die Regie, der den Bereich der konkreten Kunst neu auslotet.
VITA
Geboren 1964 in Coimbatore/Indien | Studium der Chemie und der Germanistik | Studium derMalerei an der Akademie für Malerei Berlin, Klasse Ute Wöllmann | 2019 Studienabschluss und Ernennung zur Meisterschülerin von Ute Wöllmann | Lebt und arbeitet in Berlin
AUSSTELLUNGEN
2020 „Ausserhalb – Innerhalb“ zusammen mit Johannes von Stumm, Galerie ROOT, Berlin | 2020 „!00 € Kiezhelfer“, Galerie ROOT Berlin | Kunstmesse C.A.R., Galerie ROOT, Berlin | 2019 Öffentliche Präsentation an der Akademie für Malerei Berlin zum Studienabschluss | 2017 Öffentliche Präsentation an der Akademie für Malerei Berlin zur Aufnahme ins Masterstudium | 2016 Gruppenausstellung »Alles fließt«, Akademie für Malerei Berlin | 2016 Aviskar, Kolkata Indien, kuratiert von Dr. Manas Roy | 2015 Gruppenausstellung »Rund« in Kunstraum F200, Berlin, kuratiert von Peter Lindenberg | 2015 Öffentliche Präsentation an der Akademie für Malerei Berlin zur Aufnahme ins Hauptstudium | 2014 Aviskar, Kolkata Indien; kuratiert von Dr. Manas Roy | www.arunasamivelu.net | aruna.samivelu@googlemail.com

Die Bilder von Ilka Schneider verleugnen ihren Ursprung in der ostasiatischen Malerei nicht. Tatsächlich hatte sie in Taiwan von 2005 bis 2006 Unterricht bei zwei chinesischen Malern und anschließend sieben Jahre lang Unterricht in Kalligrafie. Auf diesem Fundament hat Ilka Schneider einen eigenen Bildkosmos aufgebaut, der vor Erfindungsreichtum nur so strotzt. Geblieben ist die Liebe zur flüssigen, schwarzen Farbe, zum länglichen Format und zur Geste. Andere Materialien wie Seide und Steinpapier als Bildträger haben das chinesische dünne Reispapier abgelöst. In dem Kosmos neu entdecken können wir eine virtuose Zeichnerin, die jeder schwarzen Pinselgeste einen sicheren und zugleich sensitiven gezeichneten Strich entgegenzusetzen weiß, die eine Figur nach der anderen erfindet, Geschichten über Geschichten erzählt. Waren es früher tatsächlich chinesische Schriftzeichen die demjenigen ihre Geschichte erzählten, der die Bedeutung entschlüsseln konnte, sind es heute eigene Bild-zeichen eines abstrakten und zugleich surrealen narrativen Bildsystems, auf die sich weltweit jede und jeder einen eigenen Reim machen kann. Schwarz auf Weiß. Zugang erhalten alle, die sich das Bild anschauen und sich in die Betrachtung versenken. Und so fordern die Bilder von Ilka Schneider zur Zwiesprache mit ihnen auf. Man will sie lesen können, die Bilder aus tausendundeiner Nacht. Gute Geschichten haben schon immer gewonnen!

VITA
2019 Ernennung zur Meisterschülerin von Ute Wöllmann | 2019 Austauschstipendium mit der Freien Akademie der bildenden Künste Kärnten | 2014–2019 Studium an der Akademie für Malerei Berlin | 2006–2013 Kalligrafieunterricht bei Su Chungui, Berlin | 2005–2006 Unterricht bei den Malern Feng Xianmin und Li Shanqing, Tainan/Taiwan | lebt und arbeitet in Berlin und Reichenow
EINZELAUSSTELLUNGEN
2019 Öffentliche Präsentation zum Abschluss des Masterstudiums, Akademie für Malerei Berlin | 2017 Öffentliche Präsentation zum Abschluss des Hauptstudiums, Akademie für Malerei Berlin | 2015 Öffentliche Präsentation zum Abschluss des Grundstudiums, Akademie für Malerei Berlin | 2013 »Unterschiede«, Bundeswehr-Universität München | 2013 »wind-fang«, Galerie des Kunstvereins »Treffpunkt Kunst«, Ottobrunn | 2009 »allerleischwarz«, Galerie des Kunstvereins »Treffpunkt Kunst«,Ottobrunn
GRUPPENAUSSTELLUNGEN
2020 Kunstmesse C.A.R., Galerie ROOT Berlin | 2020 „!00 € Kiezhelfer“, Galerie ROOT Berlin | 2019 »Sex und so«, Akademie für Malerei Berlin | 2019 Galerie der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreich, Landesverband Kärnten (BV- Galerie), Klagenfurt | 2019 »Tierisch gut«, Akademie für Malerei Berlin | 2018 »transformArt«, Transformatorenwerk Oberschöneweide Berlin | 2018 »Überfluss – alles fließt«, Akademie für Malerei Berlin

Ulrike Schmelter malt Himmel, Wolken und Wasser – alles flüchtige Substanzen, die sich in jeder Sekunde anders präsentieren. Sie malt das Wasser meist mit einem Blick von oben. Sie nimmt uns mit in die Luft ganz hoch, als schaue man aus dem All. Dem Wasser spürt man seine Tiefe an. Die gemalte Luft ist präsent. Die Verwirbelungen im Wasser gleichen den Verwirbelungen der Wolken. Eine Zwitterwelt, wo man nicht genau weiß, was eigentlich zu sehen ist: Sind es Wellen, Wasser, Sand, Erde, Berge, Nebel, Dunst? Eine fremde Welt tut sich vor uns auf. Der Blick in einen vermeintlich bekannten Himmel zeigt uns einen anderen Himmel. Ulrike Schmelters Bilder haben etwas vom Schöpfungsmythos, so könnte es damals ausgesehen haben, als es Licht wurde! Ihre Bilder sind suggestiv und voller Sogkraft. Sie offenbaren uns eine Lichtmalerei von einer Substanz, die nennen wir Luft und Wasser, so kennen wir sie aber nicht. Gezeigt werden uns andere Aggregatszustände unserer Welt. Das muss man erstmal schaffen mit einer eigentlich klassischen Landschaftsmalerei! Virtuos spielt sie mit dem Licht und erzeugt mit subtilen Farbspannungen tiefe atmosphärische Räume. Meisterlich!

VITA
Ulrike Schmelter lebt und arbeitet in Berlin und Denia (Valencia)
2013–2018 Studium der Malerei an der Akademie für Malerei Berlin bei Ute Wöllmann |
2018 Abschluss des Studiums, Ernennung zur Meisterschülerin von Ute Wöllmann
AUSSTELLUNGEN
2020 „100 € Kiezhelfer“, Galerie ROOT Berlin | 2020 Kunstmessen C.A.R. und art KARLSRUHE, Galerie ROOT Berlin | 2018 Öffentliche Präsentation zum Abschluss des Masterstudiums, Akademie für Malerei
Berlin | 2017 Gruppenausstellung »Überfluss – Alles fließt« von Dozenten, Absolventen
und Studenten der Akademie für Malerei Berlin | 2017 Einzelausstellung »Faszination des
Augenblicks: Wasser und Wolken«, Aagaard-Galerie Berlin-Hermsdorf | 2017 Gruppenausstellung »15. Freie Nordberliner Kunstausstellung«, Berlin | 2016 Öffentliche Präsentation zur Aufnahme in das Masterstudium, Akademie für Malerei Berlin | 2016 Studentenausstellung der Akademie für Malerei Berlin | 2015 Studentenausstellung der Akademiefür Malerei Berlin | 2013 Öffentliche Präsentation zur Aufnahme in das Hauptstudium, Akademie für Malerei Berlin

Ausstellung // Andreas Hentrich

Am

Andreas Hentrich

ZOOM-Vernissage mit Künstlergespräch am Montag, 19.10.2020 um 18 Uhr

Für die Teilnahme fordern Sie bitte den ZOOM-Link an: galerieroot@googlemail.com, oder rufen Sie uns einfach an (+49 157 50 17 18 07)

Der Akademie-Dozent Andreas Hentrich stellt zeitgleich zu seinen Kursen »(Foto) Realistische Aquarellmalerei« seine Aquarellserie »Herbstlaub« in der Galerie ROOT aus.

Die Ausstellung ist täglich von 10–13 Uhr und 14–17 Uhr geöffnet.

1963 in Wuppertal geboren | 1987–90 Ausbildung zum Gemälderestaurator | seit 1990 freischaffender Künstler, Atelier in Köln | 2007 Studienaufenthalt in Kobe, Japan | seit 2011 Kuratierung mehrerer deutsch-japanischer Gemeinschaftsausstellungen (Köln, Okayama) | seit 1997 regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Kunstmessen (Galerie Ulrich Gering) | www.andreashentrich.de

ROOT2020_EK_Hentrich-1